Lego Inside Tour 2023 – Teil 5

Der zweite Tag startet wieder mit einem tollen Frühstück inklusive anschließendem Spaziergang zum Lego House. Der erste Vortrag „novelty engineering“ hat es direkt in sich. Wir erhalten im Detail Einblicke in die Produktion neuer Steine und der Referent hat eine Menge Anschauungsmaterial dabei welches wir im Detail inspizieren können.

Die Stunde vergeht wie im Flug und zum Abschluss erhalten wir noch ein ganz besonderes Geschenk, eine kleine Lego Mould über die sich alle Teilnehmer riesig freuen.

Vor dem Gebäude hat bereits ein schöner Doppeldeckerbus Stellung bezogen, um uns in die Fabrik Lego Kornmarken zu bringen. Die Fahrt dauert etwa 10 Minuten.

In der Fabrik angekommen werden wir in zwei Gruppen aufgeteilt und gebeten unsere Mobiltelefone abzugeben. Die Führung dauert 1,5 Stunden und wird von Dan, einem erfahrenen Engineer, gehalten.

Zwei Dinge sind mir besonders im Gedächtnis geblieben, das Hochregallager mit Millionen von Steinen und der immense Automatisierungsgrad. Ich bin überrascht wie wenig Menschen die Fabrik am Laufen halten, hier sind die Maschinen klar in der Überzahl.

Vom Transport des Granulat zur Maschine, über die Produktion der Steine, bis zur Einlagerung sehen wir durchgehend Roboter im Einsatz. Wir können dicht an die verschiedenen Maschinen herantreten und sehen wie Reifen, Minifiguren-Teile und verschiedene Steine hergestellt werden. Das Gute an Maschinen ist, dass sie immer arbeiten. Daher steht die Fabrik auch nie still, FAST nie genau gesagt, denn an zwei Tagen im Jahr, nämlich an Weihnachten und dem Lego-Play-Day (Alle Lego Mitarbeiter spielen mit Lego) dreht sich kein Rädchen.

Nach der Fabrik fahren wir ins Lego Headquarter, welches sich zwischen dem Legoland und Lego House befindet und wird von einer überdimensionierten Lego Minifigur bewacht.

Das Gebäude ist sehr modern und lichtdurchflutet, im Erdgeschoß befindet sich ein Fitnessstudio und die Kantine ist vom feinsten, wie wir später am eigenen Leib erfahren werden.

Das Gebäude ist genau wie die Fabrik nicht öffentlich zugänglich. Als wir im Foyer stehen werden wir zu meiner großen Freude vom Lego CEO persönlich begrüßt und können ein paar Worte mit ihm wechseln und ein Foto machen. Zum Abschied erhalten wir jeder seine SigFig und als wir uns verabschieden fällt mir auf wie viele Lego Mitarbeiter sich auf den verschiedenen Etagen versammelt haben, um zuzuschauen.

Das war ein besonderer Moment für mich.

Das Gebäude macht auf meine Frau und mich eher den Eindruck einer modernen Universität als ein Firmengebäude. Die Menschen scheinen entspannt und überall laden Sitzgelegenheiten und kleine sowie große Lego Sets zum Verweilen ein. an einem Kaffee vorbei gehen wir in die Mitarbeiterkantine, wo bereits reservierte Tische auf uns warten.

Das Essen ist allererste Sahne und ich kann mich nicht erinnern jemals so gut in einer Kantine gegessen zu haben. Fairerweise muss ich dazu sagen, dass ich nicht weiß wieviel den Mitarbeitern dafür berechnet wird da nirgendwo Preise zu finden sind.