Sets schauen macht hungrig und so kommt das ‚MINI CHEF‘ Restaurant im Lego House gerade richtig. Die Service Roboter Robert und Roberta tanzen für uns, während das Essen zubereitet, und in Boxen zu uns geliefert, wird. Da alles auf den Punkt organisiert ist, erhalten alle Teilnehmer zeitnah ihr Essen und das inkl. Rücksichtnahme auf Allergien und Diäten.
Der gesamte obere Bereich des Restaurants ist für uns reserviert und wir sitzen mit einem amerikanischen Paar aus Seattle an einem Tisch und tauschen erste Erfahrungen aus. Dabei freut es mich ganz besonders, dass meine Frau eine gute Zeit hat und sich zu amüsieren scheint. Ich weiß, dass sie das heutige Abendprogram stresst und bin daher sehr froh, dass sie diesen Moment trotzdem so genießt.
Nach dem Lunch finden wir uns wieder in dem Raum von heute Morgen ein und treffen auf die Designer Mel, Ioana und Dan die uns durch ihren Werdegang bei Lego führen und interessante Einblicke in den Designprozess bieten. Besonders gefallen haben mir die Ausführungen zur Entwicklung der Lego Pinata (40644) und die Herausforderungen mit Farben und dem implementierten Mechanismus.
Im Anschluss haben alle Teilnehmer eine Menge Fragen mit denen die Designer bombardiert werden und die sie geduldig beantworten bevor es für 2 Stunden zurück ins Hotel geht um die vielen Eindrücke des Tages sacken zu lassen. Auch wenn dies bereits der vierte Teil des Blogs ist sind wir immer noch an Tag 1 der Inside Tour und der Abend wird es in sich haben. So viele Eindrücke sind auf uns eingeprasselt, genug für 3 Tage.
Um 17:00 geht es zurück ins Lego House um gemeinsam mit den Designern zu Abend zu essen. Diesmal gibt es im MINI CHEF ein Buffet und an jedem Tisch sitzt ein Designer der uns tolle Einblicke in seinen Werdegang und die tägliche Arbeit gibt. Wir setzen uns zu Ellen Bowley, eine Designerin von Lego Friends Sets. Mich hat hier besonders interessiert, wie es ist in ein Dorf zu ziehen wo es außer Lego nichts gibt, ich stelle mir den Kulturschock beträchtlich vor. Da bei Lego die Firmensprache Englisch ist, werden die Angestellten auch nicht „gezwungen“ Dänisch zu lernen und so ist die Integration in die dänische Gesellschaft zusätzlich erschwert.
Das Lego House ist bereits seit Stunden für die Öffentlichkeit geschlossen und ich genieße die Stille und all den Platz. Nach dem Essen geht es zurück in den Inside Tour Raum, wo wir die Aufgabe erhalten unser eigenes Set zu designen. Es muss bestimmte Maße erfüllen und etwa 400 Teile beinhalten. Das Motto ist „Designe eine Lego Attraktion der Zukunft“ und mir schießen direkt so viele Gedanken durch den Kopf, dass ich erstmal gar nichts tu.
Die gigantische Anzahl an verfügbaren Teilen tut sein Übriges dazu, ich verbringe die ersten Minuten damit zu schauen was es gibt und mich an den Steinen zu erfreuen. Am Ende entscheide ich meine beiden Leidenschaften Lego und Golf miteinander zu verbinden und einen Golfplatz im Miniaturformat zu bauen. Wenn ich ehrlich bin, ist dabei die Erfüllung der an mich gestellte Aufgabe zweitrangig, ich möchte meine Idee verwirklichen.
Am Ende der zwei Stunden bin ich noch weit entfernt von der Fertigstellung meines Sets, glücklicherweise erlauben uns die Designer alle Teile, die wir benötigen mit aufs Hotelzimmer zu nehmen und weiterzubauen bis wir zufrieden sind. Meiner Frau geht es ähnlich, sie hat direkt mehrere tolle Ideen und entscheidet sich am Ende für eine kleine Hütte im Moor in der eine kleine Krabbe wohnt.
Gegen 23:00 haben wir unsere Modelle fertiggestellt und fallen müde und zufrieden ins Bett.
„Futuregolf 3000“
„Crabby crabs cabin“












